Fundstücke im Netz (1)

  • Eine Spekulation über die Zukunft der Kartografie mit virtuellen Zäunen und geschlossen Räumen. Anlass ist der Umstand, dass eine Initiative, der (zumeist schwerreichen) Anwohner des weltberühmten Hollywood-Schriftzuges es geschafft hat, Besucher durch eine technologische Manipulation bei Google Maps und anderen Kartenportalen fernzuhalten. Es wird dort einfach keine funtionierende Route mehr angezeigt.

Was kommt als nächstes? Hausbesitzer, die Immobilienportale dazu überreden, dass bestimmte Grundstücke für bestimmte unerwünschte Bevölkerungsschichten nicht mehr sichtbar sind?.

Ganzer Beitrag bei Futurezone

 

  • Der Verband Fachleute Geomatik Schweiz (FGS) oder auch Professionels Géomatique Suisse (PGS) will in einer Artikelserie auf der Verbandsseite den Einfluss der Technologie auf das Berufsbild des Vermessers – oder wie es in der Schweiz heißt: Geometer – ergründen. Deutlich wird der Unterschied zwischen der dynamischen und noch anhaltenden Entwicklung der letzten 30 Jahre im Vergleich zu den 70 Jahren davor, in denen sich im Grunde nichts geändert hat.

Die Medienindustrie und der Tourismus werden durch die Verwendung des Smartphones, des elektronischen Tablets und der sozialen Netzwerke revolutioniert. Die amtliche Vermessung kann sich diesem neuen Trend «alles jederzeit und überall» nicht entziehen und wird sich erneut anpassen müssen.

Ganzer Beitrag bei pro-geo.ch

 

  • Der Guardian befasst sich in seinem Artikel „Cracks in the digital map: what the ‚geoweb‘ gets wrong about real streets“ mit dem  grundsätzlichen Problem, dass Karten immer nur eine mögliche Wahrnehmeung der Realität modellieren, je nachdem von wem sie für wen und welchen Zweck konzipiert wurden. Das gilt auch für digitale Karten von Google & Co, die bei den jeweiligen Anbietern zudem genau den gleichen Suchalgorithmen unterliegen, wie jede andere Abfrage. Die Ergebnisse hängen also auch davon ab, wer etwas sucht. Außerdem haben nach einer Untersuchung von Google rund 20 Prozent der kleinen Unternehmen & Shops überhaupt gar keinen „digitalen Fußabdruck“ im Netz und damit auch nicht auf den digitalen Karten. Das aber sei den wenigsten Nutzern bewusst, die auch lokale Geschäfte inzwischen vor allem am Computer suchen, denn das inzwischen mobile „geoweb“ habe längst alle anderen Suchmethoden vom Telefonbuch, über den Reaturantführer bis zur papiernen Straßenkarte ersetzt.

Even in places where companies like Yelp, Bing and Google portray the commercial streetscape with perfect precision, search results are shaped by algorithms; the geoweb responds to each query with a fresh and limited permutation from its index. A husband and wife can receive different suggestions for Chinese food based not only on their choice of search engine, but their own search history. In effect, they see two different cities.

Ganzer Beitrag im Guardian

 

  • Auch eine Idee: Das Berliner „Museum der unerhörten Dinge“ hat die erste Ausgrabung eines Kreuzungspunktes von Längen und Breitengraden dokumentiert.

Die Linien der Grade, die aus dem Erdreich zu Tage traten, waren unterschiedlich farbig. Die vorsorgliche Natur stattete den Längengrad mit der Farbe grün, den Breitengrad mit rot aus. Die kartographischen Darstellungen sollten nun diesbezüglich überarbeitet werden! Damit ist bewiesen, dass sich nicht die Menschen die Koordinaten der Erdkugel ausgedacht haben, nein, sie sind im Erdreich faktisch vorhanden und halten das Innerste unserer Welt wie ein Fischernetz zusammen!

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